Zwei Teams im Final, alle drei auf dem Podest: Die Schweizer Nationalmannschaften haben an den Leonhart World Series starke Auftritte gezeigt. Dazu kamen weitere Medaillen beim Nachwuchs und im Ü63-Doppel sowie zwei vierte Plätze für Samantha Di Paolo.
Ein Tor fehlte. Beim Stand von 29:29 hatten die Schweizer Senioren im Halbfinal gegen Belgien den Finaleinzug selbst in der Hand. Gilles Perrin und Roger Ganz hatten im abschliessenden Doppel einen Rückstand aufgeholt und die Partie nochmals völlig geöffnet. Doch den entscheidenden Treffer erzielten die Belgier. Die Schweizer Antwort folgte im Spiel um Bronze: Mit einem 30:23 gegen die USA sicherte sich das Team doch noch seinen Platz auf dem Podest.
Im Nationenbewerb folgen auf zwei Einzel ein abschliessendes Doppel. Die erzielten Tore werden dabei weitergezählt: Welches Team zuerst insgesamt 30 Tore erreicht, gewinnt die Begegnung. Neben den Einzelleistungen zählt deshalb, was die Mannschaft gemeinsam über die Ziellinie bringt.
Mit 95 Spielerinnen und Spielern war die Schweiz an den Leonhart World Series vom 14. bis 18. Oktober in Saarbrücken vertreten. Die Delegation sammelte Medaillen und spielte mehrfach bis zuletzt um den Einzug in die Finals mit.
Damen drehen den Halbfinal, Herren ziehen nach
Die Schweizer Damen machten vor, wie sich ein Rückstand wenden lässt. Gegen Österreich gerieten sie im Halbfinal zunächst ins Hintertreffen, ehe Beatrice Berner die Führung zurückholte. Cindy Kubiatowicz und Samantha Di Paolo brachten den Sieg im Doppel nach Hause: 30:22, Finaleinzug.
Auch dort legte die Schweiz vor. Nicole Krüsi brachte das Team gegen Deutschland in Führung, doch die Gastgeberinnen drehten die Begegnung und holten den Titel. Für die Schweizerinnen blieb Silber.
Denselben Rang erreichten die Herren. Nach Siegen gegen Serbien, die Niederlande und Luxemburg wartete Frankreich im Endspiel. Vor dem letzten Doppel trennte die beiden Mannschaften gerade ein Tor. Die Entscheidung fiel erst im abschliessenden Abschnitt zugunsten der Franzosen. Die Schweiz unterlag 25:30.
Di Paolo und Kubiatowicz fordern die späteren Siegerinnen
Wie nahe ein weiterer Schweizer Final lag, zeigte das Damen-Doppel. Samantha Di Paolo und Cindy Kubiatowicz kämpften sich im Viertelfinal nach einem Satzrückstand weiter und lagen anschliessend auch im Halbfinal vorne. Gegen die Belgierin Ellen Van Onckelen und die Bulgarin Ekaterina Atanasova fehlte beim Stand von 2:1 Sätzen nur noch ein Durchgang zum Endspiel. Doch die späteren Turniersiegerinnen wendeten die Partie.
Für das Schweizer Duo endete der Bewerb auf Rang vier unter 117 Paarungen. Di Paolo hatte bereits im Einzel auf sich aufmerksam gemacht: Sie schlug die topgesetzte Deutsche Djamila Nader und erreichte auch dort den Halbfinal. Im Kampf um Bronze führte sie erneut mit 2:1 Sätzen, musste sich der Luxemburgerin Cindy Da Fonte aber noch geschlagen geben. Zwei vierte Plätze standen damit neben ihrer Silbermedaille mit dem Nationalteam.
Nachwuchs und Routiniers ergänzen die Medaillenbilanz
Auch in den Altersklassen erreichten Schweizer Paarungen die Endspiele. Rayan Van Stokkum gewann mit dem Slowenen Marcel Petek Silber im U19-Classic-Doppel. Stephan Frieden und Daniel Flüeler spielten sich im Ü63-Doppel ebenfalls bis in den Final und wurden Zweite.
Lou Zwald steuerte gleich zwei Podestplätze bei: Bronze im U19-Mädchen-Einzel und Silber mit der Deutschen Milena Heiert im Classic-Bewerb der Mädchen, der mit zwei Paarungen ausgetragen wurde.
In der ITSF League erreichten Beatrice Berner und Natalie Krieg mit dem OTC Ottweiler Rang vier. Das ATST Team Ticino wurde bei den Herren Zehnter. Im Open Classic belegten Pascal Salzgeber und Christoph Zimmermann im Haupttableau Rang sechs.
Weitere Akzente setzten Hannes Wallimann und Philipp Gamper als Achte im offenen Doppel sowie Cindy Kubiatowicz mit dem Briten Robert Atha auf Rang acht im Mixed. Gilles Perrin erreichte im Herren-Einzel mit 614 Teilnehmern Platz zwölf.
Fünf Silber- und zwei Bronzeplatzierungen brachte die Schweiz aus Saarbrücken mit. Besonders die Nationalteams gaben dem Turnier eine Schweizer Handschrift: zweimal im Final, dreimal auf dem Podest. Beinahe hätte ein einziges weiteres Tor auch die Senioren ins Endspiel geführt. Es war die bislang erfolgreichste Teilnahme der Schweiz an einer Leonhart World Series.
Schweizer Resultate
Die Rangzahlen entsprechen den in Coral ausgewiesenen Schlussplatzierungen. Ausländische Partnerinnen und Partner sind mit ihrem Länderkürzel gekennzeichnet.
Open Monster DYP10 Einträge
22.
Fabrice Schottler GER / Benjamin Kaufmann
24.
Krasimir Dimitrov BUL / Martina Ramseyer
25.
Marcos Peixoto POR / Rolf Liechti
33.
Jens Heyens GER / Paul Beyeler
43.
Warren Vanlandingham USA / Stephan Schär
58.
Nikola Velikov BUL / Fiona Haas
62.
Dominik Weber / Marie Klein Reesink GER
63.
William Devillet BEL / Marco Gerber
66.
Michel Reiss GER / Cornelia Burren
73.
Walter Strassnigg / Yannik Mohr GER
Offenes Mixed20 Einträge
8.
Cindy Kubiatowicz / Robert Atha GBR
14.
Pascal Salzgeber / Beatrice Berner
38.
Kaya Brogli / Daniel Morgenthaler
44.
Stefanie Huber GER / Stefan Schöb
45.
Elisabeth Kainrath AUT / Pascal Nater
51.
Samantha Di Paolo / Giuliano Bentivoglio BEL
63.
Luana Morgenthaler / Matthias Schöpf AUT
70.
Natalie Krieg / Tristan Devaud
77.
Luca Freiburghaus / Jenny Küng
93.
Christoph Zimmermann / Judith Meisterhans
110.
Tanja Nünlist / Mike Schrepfer
114.
Giulio Giorgino / Esther Mahnig
136.
Divyam Täschler / Philipp Gamper
138.
Lasse Lingens / Nicole Krüsi
147.
Sarah Jetzer / Tyler Burgmann GER
188.
Angela Friedli / Cihan An TUR
203.
Benjamin Kaufmann / Cornelia Burren
205.
Silvan Zuber / Karen Scheuer AUT
219.
Martina Ramseyer / Christian Hodler
223.
Franco Lupusella GER / Fiona Haas
Warm-Up-Doppel15 Einträge
38.
Steven Imhof / Lukas Bärtsch
42.
Pascal Dousse / Elias Wysser
44.
Roger Ganz / Vasco Oliveira
52.
Valentin Rossel / Samuel Arthers
71.
Paul Beyeler / Simon Gilgen
74.
Thomas Maurer / Stephan Frieden
79.
Noé Duruz / Bastien Orset
81.
Vladimir Kojic SRB / Peter Brogli
89.
Dominik Weber / Marcos Peixoto POR
91.
Marc Frieden / Elias Spengler
93.
Filip Kubiatowicz / David Delucq FRA
97.
Oliver Grieder / Simone Sorice
106.
Stephan Schär / Rolf Liechti
107.
Marco Gerber / Nicholas Iseli
116.
Lou Zwald / Milena Heiert GER
U19-Mädchen Classic1 Eintrag
2.
Lou Zwald / Milena Heiert GER
U19 Classic2 Einträge
2.
Rayan Van Stokkum / Marcel Petek SLO
18.
Lou Zwald / Milena Heiert GER
Ü50 Mixed1 Eintrag
13.
Mirjam Caviezel / Ulrich Stoepel GER
Herren-Nationalteams1 Eintrag
2.
SwitzerlandTristan Devaud, Philipp Gamper, Pascal Salzgeber, Stefan Schöb, Christoph Zimmermann, Silvan Zuber